Falsche Hasen und maritimes Flair

“Entwarnung! Es gibt sie also doch noch: Die Falschen Hasen! Entgegen der Befürchtung so mancher Läufer, diese Gattung käme fortan auf die Liste der aussterbenden Tierarten, trugen am vergangenen Wochenende beim reanimierten Gorch-Fock-Lauf Arnold und Nico wieder einmal dazu bei, ihren Mitstreitern Beine zu machen, indem sie diesen zu konstanten Kilometerzeiten verhalfen, sie mit markigen Sprüchen anpeitschten oder eine Schneise in den frischen Ostwind, der den Läufern an der Uferpromenade des Südstrandes, am Helgolandkai und im Nassauhafen mittelkräftig und frech um die Nase blies, pflügten.

Und was Haile Gebreselassie schon 2008 nützte und Paul Tergat, dessen Hase, Sammy Korir, ihm 2003 um Haaresbreite die Show stahl, indem er einfach weiter lief und im Ziel von Tergat lediglich um eine Sekunde geschlagen wurde, zu weltmeisterlichen Meriten verhalf, das gereichte heuer auch Kyra Koschei zur Verbesserung ihrer Halbmarathon –  Bestzeit auf flotte 1:37:15 h. Die Freude über diese Zeit war groß und konnte nicht einmal vom Orga-Team getrübt werden, das zunächst ihren Nachnamen verunstaltete und dann auch noch aus dem Team Laufrausch das Team Laufladen machte.
War dem Sprecher bei der Siegerehrung die Peinlichkeit dieses Fauxpas anzumerken, so  kann aber mit Fug und Recht die Organisation des neu geschaffenen Gorch-Fock-Laufs in Wilhelmshaven als in vollem Umfang gelungene Laufveranstaltung gelobt werden. Die Streckenführung bot mannigfaltige Eindrücke in die Welt der Wellen, des Strandes, der salzigen Meeresluft, maritimer Schaffenskunst mit prunkvollen Brücken und Kaianlagen, erfuhr regen Zuspruch und war trotz kräftiger Anstiege flüssig, deutlich gekennzeichnet und ohne sich verlaufen zu müssen anständig zu belaufen.”     Hauke Haien, Deichgraf

Schreibe einen Kommentar

Zur Werkzeugleiste springen