Deine Spuren im Sand

Gutes Wetter, ca 150 fröhliche Leute am Start und eine Wiese unter den Füßen – es war wieder Airborne!

3-2-1-peng! Los geht‘s. Auf der Wiese noch fröhlich lächeln und dem Zuschauer-Spalier winken – dann ist’s vorbei mit dem Lächeln, denn viel zu schnell kommt der Sand und der hört auch nicht wieder auf. Allerdings wird er von der Rennleitung ja freundlicherweise durch ein paar Hügel und das eine oder andere Hindernis aufgelockert.

Von einem Feuerwehrteam flankiert passieren meine freundlich-kompetente Laufbegleitung Klaus (LSF) und ich die ersten zwei Kilometer, bis es sprichwörtlich drunter und drüber geht: Hurra, das erste Hindernis ist da. Holzwände, die einen zum Teil auf den Bauch zwingen, dann wieder Limbo-Artiges abverlagen – bis hin zur Räuberleiter bei der letzten Wand (danke hier an Onkel Tom vom Bootcamp!). Klaus kommt auf der anderen Seite doof auf – aber hey! es sind ja nur noch 18 km, vergiss den Fuß! Heiter geht‘s weiter durch den duftenden Wald – dieses Gelände ist wirklich schön – bis uns freundliche Helfer Reifen in die Hände drücken. Gut, die nehmen wir ein Stück mit, abwerfen, flott ein paar Hügel nehmen und ab Richtung Blaskapelle und Wasserstand Nummer eins. Tröt, tröt, hier kommt tiefer Sand, welche Freude. Anschließend wieder traumhaft hügeliges Gelände. Keuchend schleppe ich mich rauf und runter – Uwe, ihr habt euch mit der Strecke wirklich Mühe gegeben!

hangeln
Hangeln gehört auch dazu

Wo man ist, weiß man sowieso nie genau …. wann kommt denn endlich … aha! Watt‘n Hügel, das (für die Zuschauer) heiterste Hindernis. Eine Art Gartenteich auf Folie mit einem Folienhügel dahinter, der von Rasensprengern befeuchtet wird. Man sagte mir, ursprünglich sei auch Schmierseife im Gespräch gewesen … daran möchte ich gar nicht denken! Na gut, Augenmaß genommen, Anlauf, platsch, platsch, hilfloses Gegrabbel nach dem Hügelkamm, Abrutschen. Wieder raus aus der Pfütze und neuen Anlauf nehmen. Klaus neben mir liefert eine weit bessere Show: Auch er kriegt den Hügel nicht zu packen – landet aber auf dem Hintern im Teich und nimmt erstmal unter dem Gejohle der Zuschauer ein Bad. Wie schön, dass die Laufreporter diesen unvergesslichen Moment festgehalten haben.

wattnhuegel
Watt’n Hügel

Ich werde beim nächsten Anlauf von der DLRG „gerettet“ – ein Teammitglied reicht mir eine Hand und zieht mich auf den Hügel. Schon kommt Klaus angaloppiert, greift meine Hand und in bester 2-Aale-Taktik rutsche ich auf dem Bauch auf der einen Seite runter und ziehe Klaus auf dem Bauch auf der anderen Seite hoch. Das sieht nicht eben sportlich aus – aber Sport können wir ja auf der Bahn machen. Also weiter.

Mein nächstes Highlight ist: „Krabbel auf dem Bauch unter einem niedrig gespannten Netz durch!“ Hier betreut nämlich Rainer Wilke das Hindernis – und krabbelt außen neben mir her, wobei er mir gut zuredet. Das motiviert! Und zum Wassertunnel läuft er auch noch mit. Es geht doch nichts über freundliche Laufrauschler an der Strecke.

Die nächsten beiden Laufrauschler warten am letzten Hindernis, das weiß ich. Verheißungsvoll hören wir schon Heino, den Sprecher, durch die Bäume. Wir nähern uns also dem Ende der ersten Runde – und den Sandsäcken, meinen allerliebsten „Handtaschen“. Hier erwarten uns Klaus Bartels und Jens Hillmann, eine Freude! Säcke schnappen, ab damit um die Baumgruppe und fröhlich zur Ziellinie traben – und lächeln! – wir wollen doch schöne Fotos haben.

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Immer lächeln

Erste Runde geschafft.

Wir ziehen am Team der Stadt Oldenburg vorbei, mümmeln ein Stück Banane. So, jetzt aber zacki zacki: Drüber-drünter-Reifen-Pferdesprung – hangeln – Folienhügel- robben – Wasserloch – nochmal fix Sandsack – und yeeeeaaaaaaahhhh, auch 20 km haben mal ein Ende!

Im Ziel erwarten uns ein freundlicher Eilert, die liebe Antje, ein Freibier und Kuchen. Wir klatschen noch ein paar Leute ins Ziel, schubbern uns den Sand runter (hier hilft auch gern die Feuerwehr mit dem Schlauch!), bauen das Krabbelhindernis mit ab und können dann sagen: Tagwerk vollbracht!

 

Also, Laufrauschler: 2017 runter vom Asphalt, rein in den Wald! Ok? High five!

 

Danke an das tolle Team vom Airborne, die diese ganze Mühe auf sich nehmen – und das jedes Jahr mit guter Laune für einen guten Zweck!

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