Das Schönste am Marathon in Bremen

…ist das “After Work” Chillen im Alex.

Mit dieser Devise sind erneut zahlreiche Athletinnen und Athleten unseres beliebten Team Laufrausch auf den verschiedenen Distanzen des Bremen-Marathons angetreten. Wir stellten sogar fest, dass Wolldecken gereicht wurden, um die ermatteten Beine zu wärmen. Dabei waren die Ergebnisse durchaus “durchwachsen”, um das Kind beim Namen zu nennen. Doch eins nach dem anderen:

Die Gruppenfahrt im Zug auf der Hinfahrt war bereits nicht sooo stark besetzt, genauer gesagt: Wir waren zu Zweit. Zu uns gesellte sich aber noch per Zufall Trainer Georgs Vater Christoph.

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Vor dem Wettkampf wurde bei herrlichem Wetter der Domshof inspiziert

10km

Kurz darauf waren wir mitten drin im Geschehen und konnten den Start des 10km-Laufes genießen.

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Christoph Diettrich, Vater von Georg, nebst HMtoni Jörg in Erwartung des 10km-Starts

Hier drehte sich alles um “den Finnen” Jarkko, der seinen Streckenrekord von 28:55 von vor einigen Jahren brechen wollte:

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Jarkko sprintet gleich beim Start weg wie ein Besengter

Für die angetretenen “Five Ladies” unseres Teams, die sich ebenfalls die 10km-Strecke vorgenommen hatten, begann der Wettkampf erst einige Minuten nach Jarkko, da das Läuferfeld auf weit über 2.000 angewachsen war, die alle durch die enge Startgasse hindurch mussten. Auf der Strecke lief es dann für Petra, Agnes, Martina, Beate und Corinna umso besser: Alle absolvierten erfolgreich die 10km-Distanz, die sie sich im Rahmen des Laufkurses “von 5 auf 10km” gemeinsam vorgenommen hatten! Besonders zu erwähnen sei hierbei Petra, die ihre PB um ganze 3:22 Minuten auf 1:08:54 steigern konnte. Herzlichen Glückwunsch Ihr und auch den anderen Ladies!

Ach ja: Da war doch noch Jarkko: Trotz des beeindruckenden Sprints vom Start weg reichte es diesmal für ihn nur zu einer 29:48.

Marathon

Gefühlte 10 Minuten später startete der Marathon. Hierzu sei zunächst zu erwähnen, dass mit Nilz ein wichtiger Akteur unseres Vereins fehlte. Trotz Bestform und einiger PBs im Vorfeld in der Vorbereitungsphase des Wettkampfs hatte das Verletzungspech unbarmherzig zugeschlagen und eine weitere historische Zeit verhindert. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Planmäßig am Start waren Nico, Ingrid, Uli und Jens H sowie Trainer Georg, der bei seinem ersten Marathon seit 9 Jahren (seinerzeit 2:42h) mit einem möglichen ersten Platz liebäugelte.

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Vom Trainer lernen: So hält man sich taktisch im Hintergrund.

Der Trainer hielt sich zunächst aus taktischen Gründen etwas hinter dem Führungsquartett auf, …um dann plötzlich bei km 25 im WR-Tempo vorzupreschen und die anderen alt aussehen zu lassen. So jedenfalls die Taktik, …die allerdings leider nicht ganz aufging. Immerhin gelang es Georg, tatsächlich für eine gewisse Zeit in Führung zu gehen, aber am Ende machte ein “schlechtes Gel” bei km30 dem möglichen Sieg den Garaus. Im Ziel blieb mit einer 2:37 ein dritter Platz und immerhin eine Steigerung von 5 Minuten gegenüber dem letzten Rennen vor 9 Jahren. Man wird ja auch nicht jünger. In 10 Jahren wird es dann heißen, ein “schlechtes Bier” an der Schlachte habe am Folgetag den Sieg gekostet…

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Hallöchen, Ingrid! Aus taktischen Gründen noch hinter dem Trainer positioniert.

Ein Stündchen nach Georg trottete ein “nicht ganz” zufriedener Nico über die Ziellinie, auf den letzten 10km noch dankenswerterweise flankiert von Ziehläufer Ole. Wo war die Alien-Technologie an diesem Tag geblieben? Eine zu schnelle erste Hälfte im 4:34er-Schnitt hatte für eine unausgewogene zweite Hälfte gesorgt. Gerade noch wurde die Peinlichkeit vermieden, vom 2 Stunden später gestarteten Halbmarathoni Till überholt zu werden.

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Bei der Pasta Party mit Nico und Georgs Startnummer: “91 heißt, dass Georg maximal 91% Alien-Technologie enthalten darf, um startberechtigt zu sein.”

Dennoch gab es auch zufriedene Gesichter an diesem Marathon-Tag: So gelang es Ingrid, ihre PB um über 7 Minuten auf ausgezeichnete 3:50:09 zu steigern! Die Sub-3:50 war möglich, aber gern auch beim kommenden Mal! Uli in einer an und für sich ja nicht so verkehrten 4:14 war ebenfalls einer der Kandidaten, deren Alien-Technologie nicht zünden wollte. Ob es am Wind lag oder am Wetter? Das Ziel hatte jedenfalls Sub-4 geheißen… Auch Jens H berichtete trotz einer auf 4:17 gesteigerten PB von nicht voll erfüllten Erwartungen. Aber Leute: Ich jedenfalls finde, ihr habt alle einen großen Applaus verdient! Und dann sehen wir uns auf der Bahn und arbeiten an der nächsten PB! Außerdem wart ihr ja auch noch zum versöhnlichen Abschluss im Alex.

Halbmarathon

Vom Halbmarathon darf zwar leider ohne Fotos, dafür aber aus erster Hand berichtet werden: Wir, das heißt: Sören T, Jörg, Till, Gerda, Arnold, Christiane K, Janneke, Tanja F und Stefan A durften uns ebenfalls allesamt über tolles Wetter freuen! Sören ging beim Start zielstrebig nach vorne weg und erarbeitete sich kontinuierlich einen Vorsprung vor Jörg und Till, die gemeinsam die erste Hälfte des Rennens bestritten. Wie üblich in Bremen ging es rasant zu, und wir passierten die (selbst gestoppten 5km – das Schild stand bei 4,85) in 19:59. Die anderen Läuferinnen und Läufer des Vereins konnten wir naturgemäß im Rücken nur wahrnehmen, aber nicht sehen. Wir wünschten ihnen gleichwohl viel Glück!

Ab etwa km10 (in 40:05) fing Till an zu schwächlen: “die Beine”, während Jörg das Tempo höher halten konnte und mit einer Gruppe davonzog. Somit wurde das Rennen zunehmend einsamer und zäher. Der Gegenwind in Richtung Weser ab km 11 tat sein Übriges, ebenso später der Gegenwind auf dem Osterdeich, der gleich hinter der berüchtigten “Rampe” hinter dem Weserstadion einsetzte.

Sören kam in einer 1:24:26 ins Ziel und steigerte seine PB damit um 5 Sekunden (4er-Schnitt wäre 1:24:23 gewesen…). Die angestrebte “lockere 1:20” wurde somit leicht verfehlt;-) Ebenfalls leicht verfehlte Jörg in 1:27:11 seine PB von 1:27:09 auf derselben Strecke. Kurz dahinter kam Till auf seiner Lieblingsstrecke diesmal nicht über eine 1:28:40 hinaus. Gerda aka. Gerd freute sich umso mehr über eine 1:37:36, was einer enormen Verbesserung seiner PB um etwa 9 Minuten gleichkam! Arnold, für seine Laufbande startend, war in 1:37:56 knapp dahinter mit seiner Leistung grundsätzlich zufrieden, obwohl noch etwas mehr drin gewesen wäre. Christiane K schaffte das Kunststück, in 2:03:03 exakt dieselbe Zeit zu laufen wie Kenenisa Bekele beim Berlin Marathon eine Woche zuvor. “Hätte sie sich man lieber in Berlin angemeldet, dann hätte sie Windschatten laufen können!” Janneke, die kurz dahinter in 2:04:40 finishte, war mit ihrer Zeit einverstanden, ebenso Tanja, die in 2:17:15 von der Zeit her im Rahmen der letzten Wettkämpfe unterwegs war. Last but not least war Stefan A am Ende froh, die herausfordernde Strecke in 2:21:59 gut über die Bühne gekriegt zu haben! Allen Athleten von dieser Stelle noch mal Respekt vor der Leistung und herzlichen Glückwunsch dazu!

 

Alle Ergebnisse sind zu finden unter: Ergebnisse 2016 sowie unter Bestenliste swb-Marathon. Zudem seien erwähnt die Ewigen Bestenlisten über die diversen Distanzen.

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