Links angetäuscht, dann doch rechts vorbei gefummelt!

Pünktlich um 9 standen gut 120 Leute auf dem Parkplatz in Dreibergen. Doch ein ruhiger Heiligabendtörn schien in weite Ferne gerückt.

Team Laufrausch-Vorsitzender Volker hatte im Rahmen seiner knappen Einpeitscher-Rede soeben die Linksumrundung des Meeres verkündet. Von oben (Himmel bzw. Rentier) betrachtet also im Uhrzeigersinn. Andersrum als normal. Die Verwirrung war in den Gesichtern abzulesen. Auf der Bahn läuft ja auch niemand im Uhrzeigersinn, und wenn doch, dann macht er das nur 1mal. Bis er auf uns trifft… Und das Zwischenahner Meer, unsere “Bahn” in der Natur!… Wie ist denn das überhaupt mit dem Laufen im Uhrzeigersinn? Dürfen die Füße im natürlichen Rhythmus aufgesetzt werden, oder müssen wir jetzt alle irgendwie überkreuz laufen? Niemand war geistig darauf vorbereitet. Heiligabend um 9 Uhr laufen gehen, dass musste doch Challenge genug sein! Auch die Zwischenzeiten im Vergleich zu den Vorjahren wären wertlos. Dabei wollten wir uns an diesem Tag doch einfach nur alle lieb haben!

Die Verwirrung war groß (Szene nachgestellt)

Kurz die Gedanken sortiert, dann stand fest: Es war einer von Volkers vorgezogenen Silvesterscherzen, in seiner unnachahmlich trockenen Art täuschend echt vorgetragen. Ein leichtes Grinsen auf den Lippen hatte ihn verraten. Allgemeine Erleichterung war zu verspüren. Es wurde sogar geklatscht, als Volker sich auf den von den Klatschern geschnorrten Kuchen freute. Ein Meister der Rhetorik hatte ganze Arbeit geleistet.

Der Lauf selbst verlief unspektakulär. Die Vornewegläufer hatten ihren Spaß, wenn nichts ahnende Fußgänger, die einen morgendlichen Jogger im Rücken vermuteten, von hinten von 120 Läufern überrannt wurden.

Nichts ahnende Fußgänger

Einige liefen vorne raus und wollten in Richtung Buffet abkürzen, was eine gute Ortskenntnis erforderte. Nicht jeder Versuch war von Erfolg gekrönt.

Wer abkürzen wollte, benötigte eine gute Ortskenntnis

Dennoch konnte jeder Teilnehmer mit gutem Willen gleichsam im Vorbeirauschen auch die schöneren Ecken des Meeres laufend genießen.

Schönere Ecke im Vorbeirauschen laufend genossen

Schließlich wieder der Parkplatz. Uhr gestoppt. Die Erkenntnis, die viele Regelmäßige schon wussten: 11,76km. Was hast du? 11,85. 11,80. 11,82. Jedenfalls keine 12,065km, wie immer hübsch auf den Flyern des Zwischenahner Meerlaufs angegeben. Und irgendjemand hatte sogar von 13km gesprochen. Der kürzeste Themenlauf aller Zeiten also, aber zur Entschädigung auch der mit der größten Freude und Vorfreude: auf die Ruhe an einem Tag, der sonst häufig ein Tag der Hektik ist. Auf den bevorstehenden entspannten Mittag und Nachmittag und die anschließende Bescherung, auf das Weihnachtsessen mit dem guten Gefühl, schon körperlich vorgesorgt zu haben!

Flugs war das Buffet aufgebaut! Nie schmeckte der Stollen besser, nie der Glühpunsch!

Wir waren so frei, uns im Freien zu feiern

Vielen Dank an alle, die mitgelaufen sind! Der nächste Heiligabendlauf kommt bestimmt!

Hier noch ein paar bildliche Impressionen:

11,82?
Auf ins Getümmel!
Das versprochene Foto für Nilz
Warum alkoholfreier Sekt, wenn noch Punsch da ist?
Der harte Kern unter sich
Die Spitzengruppe beim Chillout
Jeder durfte mal aufs Foto
ca. 13km…

Ein Gedanke zu „Links angetäuscht, dann doch rechts vorbei gefummelt!

  • 25. Dezember 2016 um 23:48
    Permalink

    Da werde ich den Flyer mal auf 11.86 km korrigieren, was? 😉
    Sehr schöner Bericht. Mir blutet das Herz, dass ich nicht dabei war.

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