Klippenlauf statt “Oldenburg räumt auf”.

Jedes, aber wirklich jedes Jahr denke ich „Oldenburg räumt auf … tolle Sache, da muss ich mal mitmachen…

…wäre doch auch was für den Verein“ … ja, Pustekuchen: am 25. März ist Klippenlauf. Und ich bin angemeldet.

Damit ich im Wald nicht verloren gehe, hänge ich mich an Stephan. Der ist groß, da kann nix passieren.

Das Wetter ist ein Traum! Stephan finde ich vor dem Lauf auf dem Aschenplatz, wo er sich 7 km warm läuft. 7 km?! Nein, Stephan ist nicht verrückt geworden. Er muss nur 32 km Training für den Hannover Marathon auf die Uhr kriegen.

 

Stephan: vor dem LSF!

 

Birgit: hinter Martin aus Hannover her.

Um 14.00 Ibbenbührener Winterzeit ziehen wir also los, die Klippen zu erobern. Bereits auf dem ersten Kilometer wird es gesellig: Martin aus Hannover ist an unserer Seite. Der Mann ist redefreudig, fit wie ein Turnschuh und mit diversen spannenden Hobbies gesegnet, sodass sich für mich der Lauf wie mit Hörbuch gestaltet. Prima.So laufen sich die ollen Klippen ja wie von selbst. Fast. Ich probiere aber wirklich tapfer, das samstägliche Utkiek-Training umzusetzen. 7 Klippen klappts, bei Klippe 8 und 9 gehe ich dann doch lieber. Hab aber auch Seitenstechen bekommen! Ob’s am fixen Bergablaufen lag? Oder daran, dass ich beim fixen Bergablaufen eine Nussecke verdrückt habe? Dieses Jahr hab ich endlich eine abgegriffen, nachdem die 2015 aus waren, als ich vorbei kam. Schon lecker. Aber dennoch besser mit Kaffee zun genießen. Ohne Getränk eine trockene Angelegenheit, an der iff miff refft lange abgekrümelt hab.

Ich muss die Orga des Klippenlaufs wirklich loben. Die Freiwilligen strahlen allesamt, bereits erwähntes Backwerk ist vorhanden – und sogar Schnaps wurde ausgeschenkt. An der Strecke! Ich hab mich aber nicht getraut. Auch ein paar Applaudierende hatten sich hier und da im Wald postiert.

Dennoch ist der Lauf nicht nur Jubel, Trubel, Heiterkeit. Beim Quasseln oder Bäumchen-Gucken muss man schon arg aufpassen. Allein vor meiner Nase stürzten drei Leute. Josef vom LSF hat sich Gottseidank sofort wieder hochgerappelt und am Ende sogar noch das M70 Siegertreppchen erklommen. Haben wir nicht geschafft … aber trotzdem den Tag genossen. Martin, der Hannoveraner, lief uns davon. Aber nur, um irgendwo mit laufender Handykamera auf uns zu warten. So hab ich mein Nussecken-Gekaue nun auch auf Video 😉

Ich hab die Herren am Ende ziehen lassen und mich auf den letzten Kilometern mit einer Dame aus Thüringen angefreundet, die mich an ihren Rennsteig-Erfahrungen teilhaben ließ. Am 20. Mai gehts auch für mich los! Die Party danach soll legendär sein – na, hat noch jemand Lust?! Wir haben noch Platz im Auto…

Nach dem Zieleinlauf hab ich dann mal das Bus-Shuttle zum Duschen genutzt. Prima, eine Damendusche, heiß und nur mit drei Damen drin. Luxus! Die Sauberkeit hatte aber ihren Preis: bei der Rückkehr zur Sporthalle war der Kuchen alle. Dabei war das Buffet vorher gefühlte 100 m lang *argh*. So musste ich mich bis Oldenburg gedulden. Die größte Härte des Tages.

Tja, wird es 2018 heißen Oldenburg räumt auf statt Klippenlauf…? Wir werden sehen.

Ach so, für die Statistiker: 24,7 km, 500 HM, Stephan Günther 2:34:34, Birgit 2:35:13

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