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1 + 1 + 1 + 1 = höchstens 2 (oder Virtual Running in Corona Zeiten)

Stand bis vor 4 Wochen VR noch für “Virtual Reality”, ist der neue Trend bei vielen Läufern das “Virtual Running”.

Da aufgrund des Corona Virus inzwischen alle Läufe deutschland- europa- und weltweit abgesagt werden, sind diese Läufe eine kleine Alternative für verpasste Wettkämpfe oder Entschädigung um aufgewendete Trainingsmühen zu belohnen beziehungsweise sich für zukünftige Trainingskilometer zu motivieren.

Stephan Günther hat am 03.04. schon den Anfang gemacht und ist den Coronathon über 10 Kilometer in 52:16 Minuten gelaufen. Gerade alleine gegen die Zeit zu laufen ist da echt eine Herausforderung.

Um die von der Regierung auferlegten Einschränkungen optimal zu nutzen sind Jens, Jörg, Philipp und ich am 04.04 den Hard ROC 100 – Rund um Oldenburg Challenge als Staffel gelaufen. Das Design des Logos hat dabei nur Zufälligerweise ähnlich mit dem Aussehen des Virus.

Da ich mit Michael Groth im Dezember 2016 die Strecke von 107 Kilometern  als Vorbereitungslauf schon einmal nonstop mit 8 Kilogramm Gepäck durch die Nacht gelaufen war, mussten für die Planung des Staffellaufs eigentlich nur noch die Wechselpunkte festgelegt werden.

Der Vorteil bei einer Staffel ist natürlich, dass der Läufer eigentlich die ganze Zeit alleine unterwegs ist und es nur bei der Übergabe zu einem kurzen Treffen (auf Abstand!) mit dem folgenden Teilnehmer kommt.

Am Samstag, den 04.04., machte Jens um 7.00 Uhr bei noch kalten Temperaturen den Start an der Eisenbahnbrücke am Stau. Er hatte sich für den ersten Teil entschieden, den wir auf 35 Kilometer festgelegt hatten, so dass er eine perfekte Trainingseinheit mit 12 Kilometern Endbeschleinigung absolvieren konnte.  Die Strecke ging über Iprump, Wüsting, Sandkrug nach Wardenburg.

Kurz hinter Wardenburg übernahm ich den virtuellen Staffelstab und nach einem Selfie, natürlich mit 1,5 Metern Abstand, ging es für mich weiter über Achternmeer und Friedrichsfehn 21 Kilometer Richtung Woldsee.

Dort übernahm Philipp den dritten Part über 22 Kilometer, welcher über Neuenkruge, Bokel, Rastede nach Loy ging.

Ab Loy absolvierte Jörg dann die letzten 30 Kilometer über Ipwegermoor, Eckfleth und Butteldorf gegen den Wind wieder Richtung Eisenbahnbrücke in der Innenstadt Oldenburgs.

Für die gesamte Strecke haben wir 8:57:34 benötigt, was läuferisch wahrscheinlich der Streckenrekord ist, auf jeden Fall aber Vereinsrekord :-). Wir fanden es im Nachhinein eine super Sache und vielleicht finden sich ja Nachahmer, die Spaß daran haben oder vielleicht auch den Rekord brechen wollen!

Als weitere virtuelle Läufe werden unter anderem unter https://lauf-weiter.de , https://ossiloop.eu , https://www.marathon-hannover.de/stayathomemarathon.html , https://www.runnersworld.de/news/coronathon/ Wettkämpfe angeboten und es werden bestimmt noch viele folgen.

Bei uns Vieren ist das nächste gemeinsame Projekt der #stayathome Hannover Marathon, für den wir uns gemeinsam angemeldet hatten. Wir werden ihn am 26.04. laufen und uns dabei auch sicherlich nicht in die Quere kommen, beziehungsweise die Sicherheitsabstände nicht verletzten, da wir alle unterschiedliche Tempi laufen.